Hydraulik Notfall Hilfe
 
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Membranspeicher

Membranspeicher sind die wohl kostenkünstigste Variante der Hydraulikspeicher.
Es handelt sich im Prinzip um eine Stahlkugel in der in der Mitte eine Gummimembrane liegt, die die Gasseite von der Ölseite trennt.
Die Gasseite wird mit Stickstoff vorgespannt. Die Vorspannung sollt ein etwa 90% des unteren Betriebsdruckes betragen, damit die Membrane bei unterem Öldruck nicht auf das Ölventil schlägt.
Wird Öl auf die Ölseite gepumpt, wird das Gas komprimiert und die Membrane nach oben gedrückt.
Wenn sich der Öldruck abbaut, entspannt sich das Gas und drückt das Öl aus dem Speicher in die Anlage zurück.
In Membranspeichern ist kein Ölventil wie bei Blasenspeichern vorhanden. In der Membrane sollte ein kleines Kunststoffplätchen integriert sein, die den Ölauslaß verschließt, wenn sich der Öldruck vollkommen abgebaut hat.
Membranspeicher dienen z.B. dazu, dass auch bei ausgeschalteter Pumpe ein gewisses Ölvolumen zur Verfügung steht. Ein anderer Anwendungsfall ist z.B. die Kompensation von Leckölverlusten.
Membranspeicher sind vom Volumen her bis ca. 4 Liter verfügbar. Größere Volumina müssen mit Blasen oder Kolbenspeichern realisiert werden.
Bitte beachten Sie bei der Auslegung, dass das Nennvolumen nicht gleich dem Nutzvolumen des Speichers entspricht. Bei der Auslegung sollten sie ggf. die Hilfe des Speicherherstellers nutzen.
Die Einbaulage von Membranspeichern ist beliebig.